
Benjamin Duda – Cheftrainer VfV Hildesheim über die Corona Zeit, seine persönlichen Ziele und Coach2!
Interview mit Benjamin Duda, Cheftrainer des Regionalligaaufsteigers VfV Hildesheim über die Corona Zeit, seine persönlichen Ziele und Coach2.
Easy Sports-Campus: Benny, seit mehreren Wochen ist die Saison für alle Fußballmannschaften unterbrochen. Das wichtigste zuerst, geht es dir gut?
Benjamin Duda: Mir und meiner Familie geht es Gott sei Dank den Umständen entsprechend Bestens und wir sind alle wohlauf und gesund.
ESC: Du trainierst seit dieser Saison VfV Borussia 06 Hildesheim und bist mit deiner Mannschaft souveräner Tabellenführer in der Oberliga Niedersachsen. Wie gehst du mit der aktuellen Situation um?
BD: Allen voran bin ich wachsam und halt e mich aufmerksam an die Vorgaben unserer Regierung. Ich nutze die Zeit zur individuellen Beschäftigung und Weiterbildung rund um den Fußball und treibe sehr viel Laufsport. Da ich aktuell nicht im gewohnten Alltag arbeiten darf, besteht die Möglichkeit, eigene Projekte und ausgewählte Themen aufzuarbeiten, die mich persönlich in der Trainerrolle perspektivisch weiterbringen. Doch auch die Fähigkeit und Qualität der Langeweile ist eine, die uns Menschen in den sonst so hektischen und stressigen Zeiten abhanden geht – der wir uns dennoch ohne Scham stellen sollten und müssen.
ESC: Hast du viel Kontakt zu deinen Spielern?
BD: Wir haben die Spieler selbstredend mit individuellen Lauf- und Krafttrainingsplänen versorgt- im Rahmen von Erhaltungstraining. Meine Kontaktaufnahme bezieht sich bis hierhin auf Videobotschaften, mutmachenden Collagen oder individuellem Smalltalk, auch in Form von Fürsorge. Ganz bewusst will ich meine Spieler in dieser grenzwertigen Phase jedoch weder nerven, noch überfrachten, da eine alltägliche Kommunikation wie es sonst der Fall ist, in dieser extrem nicht-alltäglichen Situation, total konstruiert und künstlich wäre.
ESC: Hildesheim ist deine erste Station im Seniorenbereich. Zuvor warst du jahrelang im NLZ von Eintracht Braunschweig tätig. Was sind für dich die Unterschiede zwischen Junioren und Senioren?
BD: Die Trainingsinhalte einer Oberliga-Herrenmannschaft unterscheiden sich fußballfachlich kaum von denen einer U17-Bundesligamannschaft, für die ich in Braunschweig 7 Jahre verantwortlich war. Sportlich haben wir also im Bereich der Athletik Unterschiede, wenn es darum geht (junge) Erwachsene fußballspezifisch zu stabilisieren. Die wesentlichen Unterschiede liegen für mich in den Bereichen Gesprächs- und Mannschaftsführung, sowie im Umgang mit dem Spieler als Menschen, da man auf Erwachsene trifft, die durchaus mündiger und selbstreflektierter auftreten, weil sie in einer etablierteren Position mit zwei Beinen im Leben stehen.
ESC: Was ist der Schlüssel, dass ihr eine so erfolgreiche Saison spielt?
BD: Wir haben vor der Saison unser Athletiktraining inklusive Belastungssteuerung und Fußballkondition neu strukturiert und umgesetzt, weshalb wir in 9 Monaten Saison nicht eine Muskelverletzung hatten. Vom viel besagten „Verletzungspech“ waren wir also so gut wie nie betroffen und konnten gesundheitlich immer aus dem Vollen schöpfen, wobei ich ganz klar den Ansatz vertrete, dass ein Cheftrainer dafür verantwortlich ist, dass sich seine Spieler im Training nicht verletzen – auch wenn dieser Ansatz extrem klingen mag, ist er athletisch zu begründen.
Darüber hinaus haben wir in unserer Kaderzusammenstellung, basierend auf unserer Spielidee aus der selbstverständlich auch eine Trainingsphilosophie und Wertetafel hervorgehen, auf sportliche und charakterliche Waffen in absolut identischem Maße wertgelegt und dadurch eine Gruppe zusammengestellt, die sportlich herausragend und in Sachen Teamgeist und Mentalität überaus besonders performed.
ESC: Die freie Zeit hast du genutzt, um dich mit Coach2 zu beschäftigen. Wie hat es dir gefallen?
BD: Coach2 bringt eine Portion Einzigartigkeit mit sich und erscheint dabei stets ganzheitlich und detailliert. Der Online-Kurs hat mir extrem gut gefallen, weil die präsentierten Inhalte so kaum in publizierter Literatur eine Plattform erfahren und die Vermittlung trotz einer Vielzahl von hoch interessanten und weiterbringenden Aspekten, immer kurzatmig und präzise erscheint.
ESC: Was sind deine größten „Learnings“?
BD: Meine größten Learnings beziehen sich auf Kurse eins und sechs, da die dort präsentierten Sequenzen neue Gedankengänge und Impulse in meiner Trainerpersönlichkeit anregten. Da ich mich seit Jahren im Detail mit eurer herausragenden Literatur beschäftige und davon tatsächlich auch im Alltag profitiere, waren die anderen Kurse manchmal auch eine sehr gute Wiederholung. Die aufgeführten größten Learnings erfuhr ich, weil ihr Arbeits-, und Denkmuster, die man an sich wenig betrachtet, für selbstverständlich hält, in einer sehr leckeren Art und Weise und mit großartigen Beispielformen und Anregungen aufgezeigt habt. Deshalb habe ich mich am allermeisten an diesem Buffetteil bereichern können.
ESC: Siehst du Impulse, die Trainer im Seniorenbereich für ihre Arbeit nutzen können?
BD: Ich hebe die Einzigartigkeit von Coach2 heraus, weil ich kein vergleichbares Lernangebot kenne und diese liegt für mich ganz scharf darin, dass diese Plattform für jeden Trainer, ob Breiten-, oder Leistungssport, ob Jugend oder Herren, einen absoluten Lernzuwachs in sehr vielfältigen und differenzierten Ebenen bereithält.
Benny, vielen Dank! Wir wünschen dir und deiner Mannschaft alles Gute!
Anmerkung: Inzwischen hat der Verband den Aufstieg des VfV Hildesheim in die Regionalliga bestätigt. Wir wünschen Benjamin und seinem Team eine erfolgreiche Saison in der neuen Spielklasse!